90. Wieder ein Loch im Boot

Freddy hat mal wieder seine Fuchschwanzsäge angeschmissen und unser späteres Cockpit freigelegt. Das gefällt mir gut! Wir sinnieren viel über die Cockpit-Bodenhöhe und -Sitzhöhen, den Steuerstand und die Eingangsluke. Eine sehr spannende Phase.

 

 

Des Weiteren haben wir die Mock-Ups für die beiden vorderen Schotten erstellt. Das vorderste Schott wird den Bugbereich bis etwa 80cm zur Spitze komplett abtrennen. Das zweite Schott, ca. 3 Meter vom Bug entfernt, wird etwa 120cm hoch. Unterhalb dieser Höhe entsteht dadurch ein komplett abgeriegelter Raum bis zum vorderen Schott. Oberhalb wird es ein Teil unserer Kabine sein.

 

Die Sandwichplatte für das vordere Schott wollen wir aus unseren Rumpf Nr. 1-Resten ausschneiden, aber uns geht die heißgeliebte Fuchschwanzsäge kaputt. Drama kurz vor Weihnachten, noch dazu bei geschlossenen Baumärkten. Wir bestellen die Neue per Express und hoffen, dass sie wie geplant am 23.12. zugestellt werden kann.

 

Außerdem gehen wir die Bodenwrangen an. Auch hierfür erstellen wir zuerst Mock-Ups aus Pappkarton, die wir dann auf das eigentliche Material übertragen. Freddy entscheidet sich für einen extrudierten PET-Hartschaum, ein Recyclingmaterial. Die Bodenwrangen sind zu schmal, als dass wir hier mit unserem Sandwichmaterial arbeiten müssten und das PET-Material ist etwas steifer und härter als das Styrodur. Wir belegen die Vorder- und Rückseiten der Zuschnitte mit 750g Tri-Axial Glasgelege und laminieren die sechs Zuschnitte in einem Zug. Anschließend legen wir eine Holzplatte oben auf und beschweren es für die Aushärtezeit etwas unkonventionell mit verfügbaren Getränkekisten. Am nächsten Tag sind die Wrangen bereits ausgehärtet und werden von Freddy in Form geflext. Anschließend kleben wir sie an die markierten Stellen und lassen aushärten.